Was sind Platinmetalle (PGM)?
Platin steht nicht allein, sondern gehört zu einer ganzen Metallfamilie.
Eine Metallfamilie
Platin gehört zur Gruppe der Platinmetalle, auch Platingruppenmetalle oder kurz PGM genannt. Zu ihr zählen neben Platin auch Palladium, Rhodium, Iridium, Osmium und Ruthenium. Diese Metalle ähneln sich chemisch und treten in der Natur häufig gemeinsam auf.
Gemeinsame Gewinnung
Weil die PGM oft in denselben Lagerstätten vorkommen, werden sie meist zusammen gefördert und anschließend getrennt. Das verbindet ihre Märkte: Wer Platin abbaut, gewinnt in der Regel auch Palladium und Rhodium. Eine Änderung der Förderung wirkt sich deshalb auf mehrere dieser Metalle gleichzeitig aus.
Ähnliche Anwendungen
Viele PGM teilen typische Einsatzgebiete, allen voran die Abgaskatalysatoren. Platin und Palladium können sich dort teilweise gegenseitig ersetzen, was zu Verschiebungen zwischen ihren Märkten führt. Auch in der Chemie und Elektronik sind mehrere Platinmetalle gefragt. Für Anleger sind in physischer Form vor allem Platin und Palladium zugänglich, während die übrigen PGM überwiegend industriell genutzt werden.
Gemeinsame Eigenschaften
Die Platinmetalle teilen mehrere Merkmale: Sie sind selten, chemisch beständig und wirken vielfach als Katalysatoren. Diese Eigenschaften machen sie für Industrie und Technik wertvoll, von Abgaskatalysatoren über die Chemie bis zur Elektronik. Wegen ihrer Seltenheit und ihres breiten Einsatzes zählen mehrere von ihnen zu den teuersten Metallen überhaupt.
Was für Anleger zugänglich ist
In physischer Anlageform sind aus der Gruppe vor allem Platin und Palladium als Barren und Münzen verbreitet. Metalle wie Rhodium, Iridium, Osmium oder Ruthenium werden überwiegend industriell genutzt und sind für private Anleger schwerer zugänglich. Weil die Förderung der Platinmetalle eng zusammenhängt, beeinflussen sich ihre Märkte gegenseitig. Dies ist eine allgemeine Information und keine Anlageberatung.
Warum die PGM zusammenhängen
Weil die Platinmetalle in denselben Lagerstätten vorkommen und gemeinsam gefördert werden, sind ihre Märkte eng verflochten. Wird mehr Platin abgebaut, fällt zwangsläufig auch mehr Palladium und Rhodium an, und umgekehrt. Das hat Folgen: Ein Engpass bei einem Metall lässt sich nicht ohne Weiteres durch mehr Förderung nur dieses einen Metalls beheben. Diese Kopplung erklärt, warum sich Entwicklungen bei einem PGM oft auf die anderen auswirken und warum der Blick auf die gesamte Gruppe lohnt.
Quellen
Stand der Recherche: Juni 2026. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Edelmetallpreise schwankten in der Vergangenheit und können auch fallen; aus historischen Entwicklungen lassen sich keine Aussagen über künftige Wertentwicklungen ableiten.